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19.10.09 08:44
Abschnittsübung 14.10.2009 in Pressbaum

Von



Die Übungsplanung wurde durch die Feuerwehr Pressbaum und die Verantwortlichen des SeneCura Sozialzentrum Pressbaum vorgenommen:
Ausgearbeitet waren mehrere Krisenszenarios im Pflegeheim, in welchem bis zu 128 Bewohner unterschiedlichen Gesundheitszustandes betreut werden.
• Brand in der Heizzentrale, der ein Abdichten der Gasleitung erforderlich macht sowie die Evakuierung von rund 40 Personen im darüberliegenden Geschoß unter Atemschutz und Übergabe an Rettungsdienste
• im 3. Stock des Gebäudes Brand im Bereich des betreuten Wohnens: interne Maßnahmen laut Brandschutzplan waren zu setzen, danach musste die Feuerwehr unter Verwendung von Atemschutz 3 vermisste Personen suchen, bergen und wegen Nichtbenutzbarkeit des Stiegenhauses mittels Drehleiter in Sicherheit bringen und ebenfalls den Rettungsdiensten übergeben
• logistische Maßnahmen waren zu setzen: Errichtung mehrerer Wasser-zuleitungen,die Regelung der Zu- und Abfahrt aller Einsatzkräfte und die Koordination der Einsatzkräfte untereinander

Die Vielfalt der Einsatzszenarien und die Weitläufigkeit des beübten Objektes machten die Übung zu einer echten Herausforderung, welche die Feuerwehr und Rettungsorganisationen kräftig forderte. Der Wetterumschwung – gegen Übungsende wurden die ersten Schneeflocken gesichtet – half mit, die Übung wirklichkeitsnah zu gestalten.

Im Einsatz standen alle 9 Feuerwehren des Abschnittes Purkersdorf, verstärkt durch die Feuerwehren Eichgraben, Hochstrass und Rappoltenkirchen: insgesamt 98 Feuerwehrleute (davon 24 Mann eingeteilt in 8 Atemschutztrupps) waren mit 22 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die Rettungsorganisationen Arbeitersamariterbund und Rotes Kreuz koordinierten mit einer gemeinsamen Einsatzleitung 36 Mann in 11 Fahrzeugen, ein Triageplatz im nahegelegenen Kindergarten wurde errichtet.
9 Freiwillige, die vermisste und verletzte Personen darstellten, wurden durch eine besondere Einsatzmannschaft verstärkt: „Team Österreich“, begleitet von einer eigenen Dokumannschaft war aus Übungszwecken ebenfalls alarmiert worden, um den Ernstfall zu proben.
Nach rund 1,5 Stunden waren alle Aufgaben abgearbeitet worden, die Übung konnte beendet werden.
Nach dem Versorgen der Gerätschaften wartete die letzte Herausforderung, diesmal an die Küche: es galt alle beteiligte Personen zu verpflegen!
In einer ersten, kurzen Übungsbesprechung zwischen Einsatzkräften und der Heimleiterin Gabriele Zach sowie SeneCura Regionaldirektor Werner Bernreiter konnte ein positives Resumee gezogen werden.

Die genaue Analyse wird in einer eigens in den nächsten Tagen geplanten Besprechung erfolgen: alle beteiligten Organisationen werden im Detail die Szenarien diskutieren und gegebenenfalls benötigte Verbesserungen oder Ablaufänderung besprechen oder implementieren.


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